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Die deutsche Politik bezüglich auf unseren Nachwuchs ist…

Auf Anhieb fällt mir eigentlich nur ein einziges Wort dazu ein und da ich Mutter von 4 Kindern bin, wovon 3 bereits lesen können , sollte ich dies eigentlich gar nicht in den Mund nehmen bzw. niederschreiben. Also umschreiben wir es gekonnt mit dem Wort: Kuhfladen!

Ich meine wenn wir mal ganz ehrlich sind dann weiß doch A nicht was B macht! Ich möchte mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen das gute 60 % der Beamten in Jobcenter und Arbeitsämtern ihre eigenen Paragrafen nicht erläutern können.  Angefangen beim Kindergeld! Im Vergleich zu Spanien oder Schweden ( in erstem Land gibt es beispielsweise gar nichts) schneidet Deutschland nicht schlecht ab. Es gab sogar in den vergangenen Jahren eine Erhöhung aber hilft das jedem? Gerade Sozialschwachen? Ganz sicher nicht! Denn das Kindergeld wird gerade bei Hartz 4 Empfängern angerechnet was unterm Strich bedeutet sie haben von dieser Erhöhung rein gar nichts! Wobei ich aber denke das man genau dort ansetzen sollte! Kinder wollen sich entwickeln, ausprobieren, die Welt entdecken….. dazu benötigt es nun mal Geld. Nun mögen viele ältere Mitbürger  sagen: Früher….Ja STOP! Wissen wir –früher war alles besser bzw. anderes! Das mag sein, aber die Zeiten haben sich geändert! Museen, Sportvereine, Musikschulen das alles kostet Geld und besonders ab 2 Kindern wird das ganze schon schwieriger. Ein blendendes Beispiel ist in dem Fall meine Wenigkeit! Meine älteste Tochter geht zum Reiten so wie mein Sohn Jannis auch und Nesthäckchen Janika! Hier entstehen mir immerhin monatlich 120 Euro für die Reitstunden (und nein meine Kinder nehmen keinen Privatunterricht).  Zusätzlich kommt einmal im Jahr der Mitgliedsbeitrag von 180 Euro hinzu. Jason, Jannis und Janika gehen außerdem zum Tanzen wo ich monatliche Ausgaben von 36 Euro habe. Unser Sohn Jason ist auch im Turnverein da er dort wirklich großes Talent hat was ich selbstverständlich unterstützen möchte – mit 50 Euro vierteljährlich! Wer denkt damit sein es getan der irrt sich. Beim Tanzen benötigen sie Tanzschuhe – aber Kinder in dem Alter wachsen schnell und demnach müssen diese immer wieder ausgetauscht werden; ebenso verhält es sich mit den Reitstiefeln ect. Dazu kommen diverse andere Sachen wie zum Beispiel Turniere wo ggf. Anfahrtskosten, Teilnahmegebühren ect. entstehen.  Ich persönlich empfinde auch musikalische Früherziehung für  sehr wichtig. Zum Glück spiele ich selbst u.a. Gitarre das ich meinem Sohn dafür keinen Lehrer bezahlen muss, sondern es ihm selbst beibringe.

Nun gibt es ja auch das so genannte Bildungspaket – was leider, da gebe ich dem Staat recht, viel zu wenig Eltern nutzen! Zwar kann man damit wirklich nur einen sehr geringen Teil auffangen gerade bei mehr als 2 Kindern, aber wer kein Geld hat weiß 30 Euro mehr im Monat zu schätzen!

Weiter geht es mit den Kindergärtenplätzen. Ich habe meine Tochter im Februar 2012 angemeldet – bei 13 (!) Kindergärten! Hurra was soll ich sagen – meine Tochter hat einen Kindergartenplatz bekommen –im August 2013!!!! Hallo Deutschland ist das euer Ernst? Ich wünscht euch eine höhere Geburtenrate und wo bitte soll die herkommen? Wenn wundert es denn das so viele Frauen vom Kinderwunsch Abstand nehmen! Bei dieser Bürokratie mich jedenfalls nicht.  Aus dem Stehgreif könnte ich 4 arbeitslose Erzieherinnen benennen….aber der Staat hat kein Geld für den Bau bzw. Ausbau von Kindergartenplätzen? Nee ist klar – den von dem Steuergeld wurden ja Seniorenspielplätze angelegt! Als ich das erste mal davon hörte hielt ich es für einen Witz; erschreckenderweise war das keiner. Ich finde es ja wirklich toll das sich der Staat auch um die älteren Bürger Gedanken macht aber bitte ist das alles was euch zur Rentnerunterhaltung einfällt????? Klar Sport und Spass ist gesund für Köper und Seele; es gibt ganz tolle Sportgruppen und Tanzgruppen für Rentner; da müsst ihr doch nicht noch den Kindern die Spielplätze wegnehmen. Meine Oma jedenfalls wäre nicht böse wenn ein Seniorenspielplatz geschlossen wird um daraus wieder ein Spielparadies für Kinder zu zaubern.


Müttern die auf Grund von Kindern erst einmal daheim geblieben sind wird der Einstieg ins Berufsleben gleich doppelt schwer gemacht. Auch hier trifft es nicht nur, aber auch wieder mit Wucht die sozial Schwächeren. Das Jobcenter bzw. Arbeitsamt verlangt das man arbeiten geht wenn man gesund ist – sie verstehen hier aber nicht dass das Problem nicht mal die Müttern sind sondern wieder das System. Ohne Kindergarten –  bzw. Hortplätze ist das fast unmöglich wenn man nicht gerade Oma , Opa, Tanze, Onkel usw. miteinbezieht und die hat nun auch nicht jeder direkt in der näheren Umgebung wohnen! Für mich würde sich das in dem Fall nicht mal mit einem gut bezahlten Job rentieren – alleine um meine Kinder zu Oma und Opa hinzubringen wären es 1600 Kilometer! Da entstehen schwindelerregende hohe  Kosten!  Wende sich Mütter aber nun ans Jugendamt um eventuell eine Tagesmutter zu erhaschen kann es durchaus dazu führen das man schnell von einer missmutigen Mitarbeiterin um die Ohren geschmettert bekommt: Wozu haben sie eigentlich Kinder bekommen wenn sie den ganzen Tag arbeiten gehen wollen? Liebe Mitarbeiter des Jugendamtes es sind sicherlich nicht alle so; das wollte ich ganz bestimmt nicht sagen, aber eben auch solche gibt es! Und wenn der Nachnahme dann eben mit H endet bleibt nur diese eine Sachbearbeiterin. Ganz egal ob der Sachbearbeitet von Buchstabe A bis C netter ist oder nicht! Selbst eine Blitzhochzeit mit dem Auserwählten kann unter Umständen keine Linderung bringen – bei mir würde aus H ein G werden und die Sachbearbeiterin bleibt.

Also lieber Staat macht euch mal ein wenig mehr Gedanken dazu wie ihr Kinder weiter fördern könnt, denn sie sind unsere Zukunft, statt bei eurer nächsten Sitzungen darüber zu debattieren ob es sinnvoll ist Raucherbeine auf Zigarettenschachteln abzubilden statt nur zu schreiben das Rauchen die Gesundheit gefährdet! Wozu ich kurz los werden möchte, wenn es auch nicht zum Thema passt! Ich rauche selbst und mir i8st durchaus bewusst das es ungesund ist; aber letztlich muss das jeder Erwachsene für sich selbst entscheiden und wer seinen Glimmstengel liebt den schrecken auch keine Raucherbeineilder ab! Und wenn ihr das durchziehen wollt dann bi8tte richtig: Alkoholleichen auf Bierflaschen, Tablettenabhängige auf Arnzneiverpackungen und gequälte Tiere auf Kosmetikprodukten!

15.11.13 10:36


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Umzug in ein neues Leben

Eigentlich ist schon jeder in seinem Leben einmal umgezogen! In meinem Fall ist es sogar so dass das Umziehen ein Großteil meines Lebens beinhaltete, über Ländergrenzen hinweg! Normalerweise sollte ich ein Umzugsprofi sein.

Ein Umzug mit Kindern jedoch ist einfach nur ein großes Abenteuer! Das fängt schon bei der Wohnungssuche an. Ein geeignetes Zu Hause zu finden wäre jedenfalls wesentlich einfacher gewesen wenn ich an statt der 4 Kinder; 2 bissige Dobbermänner im Schlepptau gehabt hätte.  Leider musste ich wirklich sehr oft die Erfahrung machen das die Deutschen recht voreingenommen sind und andere Menschen gerne einem bestimmten Klischee zu ordnen.  4 Kinder, alleinerziehend und in dem Alter geht man hier ganz offensichtlich davon aus: ohne Schulabschluss geschweige den Ausbildung, Hartz 4 Empfängerin faul Punkt! Das ist ehrlich gesagt nach einer Weile wirklich niederschmetternd! Sicherlich sollte man nicht gleich die Lebensgeschichten des Mietinteressenten kennen, aber ist es dennoch sehr schwer für mich nachzuvollziehen das man nicht einmal nachfragt, bevor man seinem Gegenüber einen Stempel aufdrückt.

Na jedenfalls haben wir nach langer Suche eine nette 4 Zimmer Wohnung gefunden. Knapp 90 Quadratmeter; sicher keine Traumwohnung, aber ok! Ich komme aus einem Dorf in Schweden und um ehrlich zu sein ist es mir fast unheimlich wie dicht die Menschen hier in Deutschland aneinander wohnen.  Letztens sass ich bei einer Freundin gemütlich beim Kaffee und schaute so aus dem Fenster als ich feststellen musste das die Nachbarn wohl sehr gern aufwendig kochten! Zumindest sah das Mittagessen ganz fantastisch aus. Wie es geschmeckt hat konnte ich nicht beurteilen, aber ich konnte ganz klar erkennen dass es zauberhaft angerichtet war und die Kartoffeln sogar mit Petersilie garniert wurden. Das ist für mich jedenfalls dicht…sehr dicht! Umso mehr verwunderte es mich doch sehr als ich den erschrockenen Blick meiner neuen Nachbarn sah während ich mich nur nett vorstellen wollte! In Schweden wohnen wir doch recht weit auseinander (wenn man nicht gerade aus Göteborg kommt), doch wir kennen einander! Hier haben ich Menschen kennengelernt die schon Jahre quasi Tür an Tür wohnen und doch noch nie ein Wort miteinander gewechselt haben außer vielleicht einem kleinen flüchtigen „Hallo“ im Treppenhaus! Bevor ich aber vom Thema abschweife zurück zum Umzug! Die Wohnung war also da und die Kartons wurden gepackt. Unser Jüngste plärrte ununterbrochen und räumte jeden Karton den ich fein säuberlich beschriftet und mit ihren Sachen gepackt hatte wieder aus. Dabei achtete sie peinlichst darauf auch nicht einen Karton auszulassen. Stundenlang versuchte ich mit Engelszungen zu erklären das die Sachen keines falls auf den Müll kamen; sondern lediglich in die neue Wohnung! Zwar war sie nicht ganz überzeugt, aber als sie sah das auch ihre Geschwister brav packten blieben ihr die Argumente weg und so ließ sie es geschehen.

Bei mir hingegen begann gleichzeitig das große Ausmisten! Ein altes Leben wollte ich hinter mir lassen; ein neues erwartete mich! In den letzten Jahren war es nicht immer leicht und wenn die Gefühle nicht mehr da sind ist eine Trennung einfach das Beste.  Einige Monate zuvor verließ ich meinen Mann – nach über 10 Jahren war ich in einer Sackgasse angekommen. Mein Mann hatte mir das Leben nach der Trennung nicht gerade leicht gemacht. Das fand ich weder mir vor allem noch unserer Kinder gegenüber fair.  Ich hatte in den Monaten einen Mann kennengelernt der mir das erste mal das Gefühl von echter Liebe und Geborgenheit gab!

Als ich den letzten Karton gepackt hatte und vieles aus meinem bisherigen Leben nicht die Reise weiter mit mir antrat sondern im Müll landete; fand ich es war Zeit ein paar letzte Zeilen an meinen Mann zu richten um Abschließen zu können:

 

Ich sehe ein Souvenir aus gemeinsam verlebten Urlauben, Bilder von dir und mir…..so viel Zeit des Lebens haben wir verbracht, Leid und auch sicherlich Glück geteilt. Nicht alle Tagen waren Regentage. Dennoch sehe ich dies alles nach so vielen Jahren und empfinde nichts! Du magst mein Herz als eiskalt empfinden; aber es ist nicht aus Stein. Ich empfinde Liebe für meine Kinder, ich kann Angst spüren und auch Trauer und Wut fühlen! In mir ist Dankbarkeit für so viele Menschen, die mir Halt und Hilfe gegeben haben als ich dachte mir würde der Boden unter den Füssen versagen! Das alles zeigt mir das mein Herz sehr wohl lebt. Und es sollte dir zeigen das ich demnach nie wirklich glücklich war mit dem was wir taten! Ich habe in den letzten Jahren viel für andere gelebt und mich dabei verloren! Ich werde bald umziehen und vieles wird keinen Platz in meinem neuen Zuhause haben; denn dieser Umzug ist ein Umzug in ein neues Leben.
In vielen Momenten spürte ich grenzenlose Wut und tiefe Angst! Du musst dir jedoch keine Sorgen machen – vergessen werde ich dich nie. Zu viele Narben zeichnen meine Seele. Nicht zuletzt weil ich es zugelassen habe und nie gesagt habe was ich mir wünsche. Was mein Traum ist! Das ist nicht deine Schuld! Keineswegs.
Was ich jetzt empfinde ist Zuversicht, Hoffnung und aufrichtige Liebe. Natürlich gibt mir keiner eine Garantie für die Ewigkeit – aber jetzt entscheide ICH welchen Weg ich gehen möchte. Ich weine wenn mir nach weinen ist und ich lache wenn mir zum Lachen zu Mute ist! Ab jetzt bestimme ich mein Leben!
Doch wir sind immer miteinander verbunden – ob wir wollen oder nicht! Daher bitte ich dir nur um eines – gib mich frei und lass mich leben so wie ich dich leben lassen! Denn nur so haben unsere Kinder eine faire Chance!

 

Dann konnte es los gehen und als ich an einem Sonntagabend sämtliche Umzugshelfer verabschiedet hatte und der Schlüssel sich von Innen im Schloss drehte waren wir da – in unserem neuen Leben! Zwischen zahlreichen Kartons verlor ich zwar den Überblick wo was war; aber im Grunde zählt in diesem Moment nur das wir die erste Etappe geschafft hatten.

15.11.13 09:02


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